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Das Vermächtnis-Jahr 2019!!!

Hallo, mein Name ist Lauritz, ich bin Entwickler und Veranstalter der Humus-Festivals. 2019 wird für mich das letzte Jahr sein, in dem ich derart präsent, wie in den vergangenen 3 Jahren, in der Organisation der Festivals auftrete. Ich habe dieses Projekt von Anfang an so entworfen, dass ich mich und auch andere, die den Weg von großer Verantwortung in Bezug auf das Fest gehen, nach einer gewissen Zeit wieder herausziehen können, ohne dass es zu abrupten Abnabelungsverletzungen führt. Witzige Formulierung, oder? Mein Ausstieg steht im 4. Jahr also 2019 an.

Das Humus Nord-Ost, in Meck-Pomm, habe ich nach zweimaliger Organisation bereits Ende 2017 in die vertrauensvollen Hände von Dennis, Franziska und ihrem Team gegeben, ich wohnte nur einigen Planungstreffen bei.

Das Humus Süd-West, neuerdings West, in Hessen, kommt, denke ich, im kommenden Jahr auch sehr gut ohne mein unmittelbares Beitun zum guten Gelingen. Noa hat sich dafür ausgesprochen den Fokus in der Startphase zu halten, um das Schiff vom Ufer abzustoßen.

Und das neue Humus Süd-West, in Baden-Württemberg, werde ich in der Kern-Orga hoffentlich nur marginal als Berater begleiten dürfen.

Und für ein weiteres Humus hat sich eine Orga-Crew um die OpenSourceEcology aus Berlin bereits bei mir angekündigt.

Das gesamte Projekt ist mir zu einem derartigen Herzensprojekt gewachsen, dass ich gerne möglichst offen sicherstellen möchte, dass es so bleibt und sich in etwa die Richtung entwickelt, wie ich es einst designt habe und ich es mir wünsche.

Dazu habe ich die Humus-Guidelines aufgestellt. Wer auch immer ein Humus-Festival veranstalten und über diese Seite ausschreiben möchte, ist dazu angehalten diese Punkte zu wahren.

Nun ich steige nicht vollends aus dem Projekt aus, das könnte ich so gar nicht. Ich wandle meine Rolle und betrete den Norden. Derzeit läuft die Anmeldephase für die einjährige Weiterbildung „Lernpfad zum / zur Wildgestalter*In“, Anmeldeschluss ist der 31.10.2018. Diese Weiterbildung steht im direkten Bezug zu den Humus-Festivals, denn zum Einen stellen die Feste Teile der Module der Weiterbildung dar und somit wirken 15 Menschen zusätzlich aus einem anderen, jedoch ähnlichen Kontext und Blickwinkel auf die Feste ein und zum anderen kreieren sie mit ihrem gemeinsamen Abschlussprojekt ein neues Humus-Festival nach ihren Vorstellen innerhalb des Rahmens der Guidelines.

 

 

Vier Humus-Feste 2019!!!?

Falls ihr Euch für 2019 mit einem Gelände bewerben der in der Orga mitspielen möchtet, schreibt eine Mail an info@humus-festival.de
Anforderungen an den Ort und die Ausrichtung findet ihr in der Rubrik „Veranstalten“, unter den Humus-Prinzipien.

 

 

 

Einleitende Worte

aus einem Entwurf des Oya-Artikels „Den Boden feiern“

– Interview mit Lauritz Heinsch (Entwickler, Gründer & Veranstalter der Humus-Festivals) –

„Nach der Jungfernfahrt „Observe and Play“ im Jahr 2016 fand das Humus-Festival im Juni des Folgejahres in voller Blüte unter dem Motto „Play and Observe“ statt. Ein Beispiel wie altes Wissen und junge Impulse zusammengedacht werden können.

 

 

Ich habe 2013/14 mit dem Permakultur-Studium an der PK Akademie Berlin, der Wildnispädagogik-Ausbildung bei der Wildnisschule Wildniswissen und als Botschafter für Foodsharing.de angefangen. Dabei habe ich stets aufs Neue verblüfft feststellen dürfen, dass diese Themen so dermaßen dicht bei einander liegen und die Netzwerke doch noch kaum voneinander wissen.

 

 

 

 

Ob Menschen essbare Landschaften anlegen, Zeichen der Natur lesen lernen oder in der Stadt gerettetes Essen fairteilen – immer geht es darum, sich der Erde und ihren Bewohnern auf eine respektvolle Weise zuzuwenden.

 

 

 

Ich spiele gerne sowohl mit den mir bekannten Methoden und Werkzeugen der Wildnispädagogik als auch mit denen der Permakultur und probiere, wo es mir treffend erscheint Kombinationen aus, deshalb ist mir das Brückenbauen so wichtig. Es sind scheinbar »moderne« Herangehensweisen, aber ihre Wurzeln reichen weit hinter die Neuzeit zurück.

 

Tatsächlich lagen zwischen Geburt der Idee und Grundstücksfindung gerade mal wenige Monate. Witziger Weise trat der gute Friedrich vom Kulturgut Freiland e.V. in der Nähe von Alt-Tellin in Vorpommern mit dem Wunsch an mich heran auf ihrem Gelände eine Permakultur-Veranstaltung auszurichten.

Ein ehemaliger Kies-Tagebau, in dem sich drei Seen gebildet haben und Büsche, Bäume und wilde Weiden wuchern. Wir haben uns gefragt: Wie können wir den Platz durch unser Hiersein bereichern, wie können wir pflegnutzen statt nur zu konsumieren?

 

 

Auf den Namen des Festivals kam ich, weil in der Humusschicht das Leben pulsiert und sich das Potential versteckt, dass sich alles miteinander verbinden kann. Die Permakultur kümmert sich um ihren Aufbau, die Wildnispädagogik besingt ihre Qualitäten für alle Wesen und beim Hummus kommt das Foodsharing ins Spiel.

 

Er entsteht jeden Tag neu und ist zum Teil Jahrtausende alt. Humus bildet sich in einem kreativen Prozess, in dem alle beteiligten Tiere, Pilze und Bakterien »einfach machen«, statt von irgendeiner Organisation gesteuert zu werden.

 

Ich habe, über mittlerweile 3 Jahre, viel Hirnschmalz in den Entwurf eines Modells gesteckt, welches die Selbstorganisation und -regulation auf dem Fest und vorab in der Orga unterstützt. Ich möchte die Grenzen zwischen Veranstaltern und Teilnehmern auflösen, damit sich Selbstermächtigung und Verantwortungsbewusstsein des Einzelnen, in Bezug auf sich und eine Gruppe einstellen kann. Man wird eingeladen durch verschiedene Gruppen, in verschiedenen Größen, Zusammensetzungen und mit verschiedenen Qualitäten und Aufgaben zu wandeln.

 

***Ich greife der Erfahrung ungern vorweg, deshalb wenn ihr die Möglichkeit habt, fühlt Euch hiermit eingeladen euch selbst ein Bild zu machen und es direkt mitzugestalten. Einen kleinen Vorgeschmack findet ihr in der Rubrik „Veranstalten“ in den Humus-Prinzipien unter „08. Selbstorganisation.“. ***

 

Damit dies gut gelingen kann, soll es nur eine kleine Veranstaltung sein, über den Daumen gepeilt etwa 120 Leute.

 

Alles fängt damit an, dass wir uns auf dem Gelände einrichten.

Vor dem Festival findet das Seed-Camp statt, für alle, die es nicht abwarten können und beim Aufbau der Infrastruktur, wie beispielweise Komposttoiletten, Wasser, Solarduschen, Küche, Lebensmittelrettungseinsätze, …, mitwirken möchten, was eben so anfällt, wenn man als wachsende Gemeinschaft ein Camp aufschlägt.

Es geht dabei schon darum den Ort für die Nachkommenden vorzubereiten, allerdings ist es mindestens ebenso wichtig miteinander zu sein und die Ruhe vor dem Ansturm zu erleben. Diese 4 Tage Seed-Camp sind ein kleines Humus für sich, ebenso wie das, sich an das Fest anschließende, Crop-Camp.

 

 

Das Fest selbst steht unter einem zuvor ersonnenen Motto, dieses ist eine Neuschöpfung aus einem Permakultur-Prinzip, einem zentralen Punkt aus der Wildnispädagogik und des Foodsharings.

Jedoch ohne Erwartungshaltung, dass etwas bestimmtes zu passieren hat, so sprudelt die Kreativität und der Flow kann sich einstellen.

 

Beispielsweise habe ich “Maintain a Field“ (von „Obtain a Yield“ und „Earth- und Peoplecare“) für das Humus 2018 in Broock ausgesucht, da es sukzessiv wirklich sehr gut passt. Hierzu Fragen? Immer her damit (:

2017 gab es Workshops zum Bau von Kompostklos, einer Strohballenbrücke, einer schwimmenden Sauna, Pflanzkohleherstellung, Bokashi Komposteimern, Thai-Yoga-Massage, Befreiung von Stimme, Atmen und Bewegung, Impro-Theater, Tadelakt, Geschirr selbstmachen, die Flake und und und…

…und es gab nicht nur Praxis-Workshops, sondern auch Theoretisches, zum Beispiel in Vorträgen über Permakultur, den Wald, foodsaving worldwide, Heilpflanzen, Beurteilung und Behandlung der wichtigsten medizinischen Basisprobleme und und und…

…und Bands unplugged.“

 

 

 

…Lauritz fürs Humus

 

 

 

 

 

„Eine Qualität, die ich beobachtet habe, ist das Kindlich-Spielerische. Viele Menschen widmeten sich dem, was sie gerade begeisterte, sie rannten herum, musizierten, bauten irgendetwas aus Naturmaterialien oder saßen verträumt zusammen. In diesem Treiben hat sich die für Kinderbetreuung vorgesehene Ecke völlig aufgelöst. Menschen allen Alters vermischten sich in einem gemeinsamen Spiel. Hier wurde keine »irrationale Autorität« ausgeübt – so bezeichnet Erich Fromm die Macht, die einem Menschen nur aufgrund von gesellschaftlicher Stellung wie durch einen Professorentitel oder höherem Alter gegeben wird. Kinder konnten sich mit ihren Ideen einbringen und diese wurden von den Erwachsenen aufgenommen. So begegneten sich die Menschen als Spielkameraden auf Augenhöhe. Kinder und vermeintlich Erwachsene, alle Generationen gestalteten das Zusammenleben.“

…Butze fürs Humus

 

 

 

„Hier könnte deine Erfahrung / AHA / Erlebnis vom Humus stehen

(Mail an info@humus-festival.de)“

…Du fürs Humus

 

 

Teilnahmeinfos & Anmeldung