Veranstalten

Ihr möchtet selbst ein Humus-Festival veranstalten?

Macht doch! (:

 

Um den Humus-Geist zu verbreiten und in sämtliche Winkel zu bringen, ist es unerlässlich, dass so viele Menschen wie möglich daran mitgestalten.

Deshalb veranstaltet selbst ein Festival, wenn ihr mögt!

Um diesen Geist zu erhalten und zu pflegen findet ihr hier die 10-Ideen, nach denen ein Humus-Fest ausgerichtet sein sollte, um als solches aufzutreten.

 

Die 10 Humus-Ideen

Das Humus-Festival ist ein selbstorganisiertes, 8-tägiges Treffen, bei dem maximal ca. 120 Menschen zusammenkommmen, um zu spielen.

Die folgenden zehn Ideen sind der Schlüssel für die Organisation und Umsetzung des Festivals.

 

01. Die Basis.

Die Basis des Festivals wird durch Permakultur, Wildnispädagogik und Foodsharing gebildet.

Daraus entstand folgende Ethik: Earthcare, Peoplecare, Fairshare & Awareness

Es ist erforderlich, dass die drei basisbildenden Bewegungen durch Aktive in Planung am und Umsetzung auf dem Fest vertreten sind.

Andere Bewegungen sind natürlich ebenfalls erwünscht, sofern sie der Ethik nicht widersprechen.

Jedes Fest erhält ein jährliches Motto, in dem sich diese Verschmelzung der Netzwerke ausdrückt.

Zum Beispiel: Observe & Play, Catch and Store Edibles, Maitain a Field, …

 

02. Teilnehmende und deren Anzahl.

JedeR kann Teil vom Festival sein. Niemand muss irgendwelche Bedingungen erfüllen, um Teil der Gemeinschaft zu werden. Alle sind eingeladen mitzuspielen und mitzugestalten.

Es ist auf ein Maximum von circa 120 erwachsene Menschen limitiert. Für Kinder gibt es keine Limitierung.
Diese Begrenzung hat zum Einen den Zweck, dass es gemütlich bleibt. 120 Menschen können sich in Verbindung mit der „Selbstorganisation“ in 8 Tagen gut kennenlernen.
Zum Anderen tritt der Mensch in gegebener Zeit an gegebenem Ort nicht all zu dominant gegenüber den eigentlichen pflanzlichen und tierischen Bewohnern des Ortes auf.

 

03. Das Gelände.

Dieses Fest findet auf einem Gelände statt, welches bei ca. 120 Menschen wenigstens 10ha groß ist.

Diese Angabe ist als eine Art Richtwert zu betrachten, denn es soll , wie schon erwähnt, menschliche Dominanz verhindert werden.

Die Größenanforderung an das Gelände schrumpft proportional zur Anzahl der Teilnehmenden.

So sind es bei 40 Teilnehmenden zum Beispiel 3ha.

 

04. Die Zeit.

Es erstreckt sich über mindestens 8 Tage.

Nach Bedarf können ein Seed-Camp (Aufbau-Camp) und ein Crop-Camp (Abbau-Camp) hinzukommen.

Es gibt einen Tag, den „Tag der offenen Türen“, an diesem Tag werden die Tore für Tagesgäste aufgemacht.

Dies fördert die Durchlässigkeit und Transparenz zu beispielweise den umliegenden Dörfern und ihren Bewohnern.

Die Anzahl der Teilnehmenden kann an diesem Tag nach Belieben steigen.

 

05. Strom.

Auf dem Fest selbst gibt es keinen elektischen Strom.

Es sei denn, er wird durch regenerative Energien erzeugt.

Dies gilt nicht zwangsläufig auch für Auf- und Abbauarbeiten im Seed- und Crop-Camp.

 

06. Die Küche.

Es gibt eine Cook-Crew, welche die Hauptverantwortung über die Mahlzeiten trägt, sie bemüht sich mit Unterstützung durch die Foodsharing-Crew und die Teilnehmenden um Vollcatering.

 

07. Das Teilen & die Kosten.

Das Festival bemüht sich in erster Linie um eine Praxis des Teilens.

Die Bedingungslosigkeit macht Teilen so wertvoll. Wer teilt, denkt nicht darüber nach, ob er etwas zurückbekommt oder Gleichwertiges dagegen eintauschen kann.

Was die Vorbereitungen und deren Kosten angeht ist dies jedoch stark abhängig von der Zahl und dem Engagement der Mitgestaltenden.
So ergab sich die letzten Jahre ein Finanzierungsmodell bestehend aus Anmeldegebühr / Kostendeckungspreis und freiwilligen Spenden.

Nach Möglichkeit sollte die Anmeldegebühr pro Teilnehmer für 8 Tage 40€ nicht überschreiten (Kinder ausgeschlossen).
Alle weiteren anfallenden Kosten werden auf dem Fest transparent dargestellt und durch die Teilnehmenden durch freiwillige Spenden unmittelbar übernommen.

 

08. Selbstorganisation.

Die Organisation findet in Crews / Kreisen statt, die angelehnt an die Soziokratie funktionieren.

Diese Organisationsstruktur bleibt flexibel und wandelbar, sofern ihre Qualitäten und Funktionen weitestgehend erhalten bleiben.

Auf dem Fest wird die Selbstorganisation durch verschieden große Kreise etabliert. Manche von ihnen sollten zu festen Zeiten einberufen werden. In diesem Fall sind sie freiwillige Programmpunkte, als Alternative dazu bleibt ein Open-Space. Auch diese Organisationsstruktur bleibt flexibel und wandelbar, sofern ihre Qualitäten und Funktionen weitestgehend erhalten bleiben.
Bisher:

1. Kreis – Du selbst.

Sorge für dich und deine Bedürfnisse. Kommuniziere sie respektvoll.

2. Kreis – Die Bande (ca. 12 Menschen)

Verbringt Zeit zusammen, lernt euch kennen, macht beispielsweise Befindlichkeitsrunden oder spielt zusammen. Es gibt keinerlei Vorgaben für dieses Zusammenkommen.

3. Kreis – Die Himmelsrichtung (ca. 30 Menschen)

Jede Himmelsrichtung lenkt ihre Aufmerksamkeit auf spezifische Aufgaben, diese orientieren sich an der Ethik, deren Verwirklichung wichtig für ein Zusammenleben ist und allen zugute kommt.

4. Kreis – Die Workshops (unbestimmte Anzahl)

Lernt und lehrt gemeinsam und von einander.

5. Kreis – Das Fest selbst (ca. 120 Menschen)

Dies könnte beispielsweise durch eine gemeinsame Morgen- oder Abendrunde praktiziert werden.

 

09. Keine Spuren hinterlassen.

Die entstehende Gemeinschaft verpflichten sich, bei sämtlichen Aktivitäten keine unerwünschten sichtbaren Spuren zu hinterlassen, wo auch immer wir uns versammeln.

Wir räumen auf, bevor wir gehen und bemühen uns nach Möglichkeit, diese Plätze in besserem Zustand zurückzulassen, als wir sie vorgefunden haben.

 

10. Verbote.

Es gibt auf dem Fest keine Verbote oder Zwangssolidaritäten.
Sollten Prozesse angestoßen werden, mögen sie sich entwickeln und von allen mitgestaltet werden.

Eine, im Vorfeld gebildete, Awareness-Crew legt ihr Augenmerk auf Mediations-Tätigkeiten bei eventuellen Unstimmigkeiten zwischen Wesen welcher Art auch immer.

 

Stand: Lauritz Heinsch, Begründer, 02.Okt 2017